Freiwilligenarbeit in Uganda

Freiwilligenarbeit im ostafrikanischen Uganda: Nicht nur für Sir Winston Churchill war Uganda „die Perle Afrikas“. Mit seinen Naturschönheiten gilt das Land auch heute noch als eines der faszinierendsten. Schließlich gibt es in kaum einem anderen Land eine solche Artenvielfalt zu bewundern. Andererseits kämpft Uganda aber auch mit großen Problemen. Armut und HIV/AIDS sind dabei die gravierendsten. Viele Menschen sterben an AIDS und hinterlassen Waisenkinder ohne Zukunftsperspektiven. Daher hat das Land eine der höchsten Raten an Waisen weltweit und viele von ihnen tragen selbst das tödliche Virus in sich. Als Freiwilliger in Uganda kannst du den Menschen vor Ort helfen und Missstände lindern. Entsprechend deiner persönlichen Interessen und Fähigkeiten kannst du eines der zahlreichen Karmalaya-Hilfsprojekte in Uganda unterstützen.

Sinnvolle Projekte gibt es im Bereich der Kinderbetreuung, des Gesundheitswesens, der Infrastruktur sowie im Natur- und Umweltschutz. Wenn du mehr über die Freiwilligenarbeit in Uganda erfahren möchtest, schau dich einfach auf unserer Karmalaya-Website um.

Herausforderungen

Die Arbeit als Freiwilliger in Uganda ist intensiv, aber erfüllend. Interessante Projekte in den Bereichen Gesundheit & Betreuung, Sozialarbeit & Unterricht, Natur & Umwelt, Frauen- & Kinderrechte sowie Bau & Infrastruktur bieten Möglichkeiten, zu helfen und gleichzeitig das Leben der herzlichen Menschen kennenzulernen.

Vor allem auf dem Land herrscht unbeschreibliche Armut. Zu einem großen Teil ist dies auf die durch AIDS geschwächte Bevölkerung zurückzuführen. Viele Menschen sterben an AIDS sowie anderen Krankheiten und gleichzeitig ist die Geburtenrate sehr hoch. Daher ist die Landbevölkerung überdurchschnittlich jung. Mehr als die Hälfte der Einwohner Ugandas haben das 15. Lebensjahr noch nicht erreicht. Diese Kinder haben oft keine Schulbildung und können so auch keinen Beruf erlernen. Um ihnen dennoch eine Chance auf eine gute Zukunft zu geben und so langfristig zu helfen, sind Bildungsprojekte besonders wichtig. Als qualifizierter Volunteer kannst du in diesen Projekten einen wertvollen Beitrag leisten.

Wir informieren dich gerne umfassend über alle Karmalaya-Volunteering-Möglichkeiten in Uganda und eruieren gemeinsam mit in einem persönlichen Gespräch den passenden Einsatzort. Schreib’ uns eine E-Mail oder aktiviere den kostenlosen Rückruf-Service auf unserer Website. 

Weitere Infos zu Uganda

Die ostafrikanische Perle

Die Schönheit Ugandas kann man vor allem in den neun Nationalparks sowie den sechs Wildreservaten erleben, aber auch außerhalb dieser fantastischen Naturschutzgebiete gibt es in dem ostafrikanischen Land am Äquator viel zu entdecken. Aufgrund der wunderbaren Lage zwischen Savanne, Dschungel und Viktoriasee besitzt Uganda eine besonders reiche Biodiversität mit über 100.000 Tierarten. So fliegen durch die herrlichen Landschaften allein 1.200 verschiedene Arten von vielfarbigen Schmetterlingen. Im Südosten an der Grenze zu Kenia und Tansania erstreckt sich der riesige Viktoriasee, aus dem die sagenumwobenen Nilquellen entspringen. Hier, aber auch in vielen anderen Landesteilen kann man das berühmte Wappentier Ugandas, den majestätischen Kronenkranich, bewundern.

Geografie & Klima

Die Republik Uganda mit der Hauptstadt Kampala ist ein ostafrikanisches Binnenland mit einer Gesamtfläche von 241.550 km², welches zu einem Fünftel aus Wasser besteht. Der drittgrößte See der Welt und der größte See Afrikas liegt hier, der Victoriasee. Die durchschnittliche Höhenlage des zentralen Hochbeckens Ugandas beträgt 1000 bis 1300 Meter über Meeresspiegel, weshalb das Klima, trotz der Lage am Äquator, sehr angenehm ist und die Temperatur im Durchschnitt bei 23 Grad liegt. Gekennzeichnet ist das Land von zwei Klimazonen, dem äquatorialen Klima rund um den Victoriasee und dem tropischen Klima, welches weite Teile Ugandas ausmacht. Charakteristisch sind zwei Regenzeiten, eine größere im März und April und eine kleinere im Oktober und November. Uganda ist von fünf Nachbarländern umgeben. Im Westen liegt die Demokratische Republik Kongo, im Norden der Südsudan, im Osten Kenia und im Süden sowohl Ruanda als auch Tansania (vgl. GIZ GmbH 2017: onl.).

Sprachen

Ugandas Sprachen stellen eine Vielfalt dar. Die Amtssprache ist das aus dem Kolonialismus gebliebene Englisch und das in Ostafrika verbreitete Suaheli, wobei zweiteres kaum gesprochen wird. Die wichtigste lokale Sprache ist die Bantu-Sprache Luganda. Luganda wird von fast allen Einwohnern gesprochen und verstanden (vgl. Auswärtiges Amt Deutschland 2017: onl.).

Bevölkerung Ugandas

Die geschätzte Bevölkerungszahl Ugandas lag im Jahr 2016 bei 41,09 Millionen. In den Jahren 2006 bis 2016 ist die Bevölkerungsanzahl um mehr als 10 Millionen angestiegen. Das jährliche Bevölkerungswachstum im Jahr 2015 lag bei 3,25 Prozent (vgl. IMF 2017a: onl.).

Laut Datenreport der Stiftung Weltbevölkerung 2016 sind 48 Prozent der Bevölkerung Ugandas unter 15 Jahre alt. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag im Jahr 2015 bei 59 Jahren. Die Geburtenrate von Frauen in Uganda lag im Jahr 2015 bei 5,7 Kindern (World Bank 2017a: onl.). Das verdeutlicht, dass Uganda ein sehr kinderreiches Land ist und das Bevölkerungswachstum sehr schnell voranschreitet.

Die Verstädterung in Uganda liegt bei nur 16 Prozent: das heißt, dass 84 Prozent in den ländlichen Regionen Ugandas leben. Die Mehrheit der Bevölkerung – circa 84 Prozent gehören dem Christentum an (vgl. GIZ GmbH 2017: onl.).

Probleme in Uganda

Neben den wunderbaren Landschaften und den freundlichen Ugandern trifft man im Land aber auch auf viele Probleme. Eines der größten ist dabei HIV. Viele Menschen sind von der Krankheit betroffen und stark geschwächt. Im Gegensatz zu vielen anderen afrikanischen Ländern geht Uganda aber sehr offen mit dem Problem um und bekannte als eines der ersten, von der Seuche betroffen zu sein. Durch frühzeitig gestartete Aufklärungskampagnen ist HIV und AIDS heute kein Tabu-Thema im Uganda.

Schwieriger ist dagegen die Lage der Menschenrechte. Auch wenn die ugandische Regierung nach außen hin für diese eintritt, werden sie oft missachtet. Eines der gravierendsten Beispiele ist die politische Verfolgung und Bestrafung Homosexueller. In der Bevölkerung herrscht auch bei aufgeklärteren Schichten eine anti-homosexuelle Stimmung vor.

Die Rekrutierung von Kindersoldaten besonders im Norden des Landes  war während des langen Bürgerkriegs ein weiteres gravierendes Problem mit langfristigen Folgen.

Während im Süden und im zentralen Teil Ugandas die Wirtschaft beginnt aufzublühen und immer mehr Touristen ins Land kommen, kämpfen andere Teile mit Hungersnöten und Armut. Die touristische Erschließung des Landes geht langsam voran und steht zum Beispiel dem Niveau in Kenia weit hinterher.

Trotz vieler positiver Entwicklungen zählt Uganda damit weiter zu den ärmsten Ländern der Welt und kämpft auch immer wieder mit ethnischen Problemen und politischen Unruhen.

Gastgeschenke

In Uganda begegnet man Menschen, die vergleichsweise unter sehr einfachen Verhältnissen leben. Viele unserer Teilnehmer wollen etwas zurückgeben, sich für die Gastfreundschaft bedanken. Bevor du ins nächste Geschäft gehst und Mitbringsel für deine Reise einkaufst, bedenke bitte Folgendes:

  • Kaufe vor Ort! Damit stärkst du die Wirtschaft im Zielland und schonst zudem deine Geldbörse
  • Schenke mit Maß! Du vermittelst mit einer überschwänglichen „Güterverteilung“ ein verfälschtes Bild vom unendlich reichen Westen und erzeugst unter Umständen Unzufriedenheit bei den Beschenkten.
  • Beschenke nur Menschen, mit denen du eine Beziehung teilst (z.B. Gastfamilie oder die Kinder des Projekts, wo du arbeitest).
  • Wichtig: Bitte keine Geldgeschenke! Diese verleiten zum Betteln.
  • Schenke Sinnvolles! Wir ersuchen davon abzusehen, Süßigkeiten zu verteilen. Viele Kinder benutzen keine Zahnbürsten und ruinieren mit Süßem ihre Zähne. Schenke lieber Malbücher, Obst, Luftballons oder einen Ball!

Schenken ist kein Muss! Ein Lächeln, ein Lied aus der Heimat oder ein „Danke“ in der Landessprache erfreuen ebenso. Immer eine nette Idee: Fotos von deiner Familie und deinem Zuhause mitnehmen. Damit kannst du mehr von deinem Leben und deinem Alltag erzählen. Fotos sind auch ein netter „Eisbrecher“, wenn du anfangs noch nicht genau weißt, was und wie du mit deiner Gastfamilie reden sollst.

Visum

Für einen Volunteering-Einsatz in Uganda benötigst du unbedingt ein gültiges Visum (Touristenvisum beantragen!).

Seit 01.08.2016 müssen alle Visa online beantragt werden. Nach der erfolgreichen Beantragung erhält man per E-Mail eine Bestätigung (Approval letter), die bei der Einreise vorzuweisen ist. Das Visum kostet USD 50,- für eine einmalige Einreise, ist für 3 Monate gültig und muss direkt mit der Online-Beantragung per Kreditkarte bezahlt werden. Bitte beachte, dass dein Reisepass noch mindestens 6 Monate ab deinem Heimreise-Termin gültig sein muss.

Wichtig: bei der Online-Beantragung musst du eine Passkopie, Passbilder und einen Gelbfieberimpfnachweis hochladen. Halte diese Dokumente daher unbedingt bereit, ansonsten kann die Online-Beantragung nicht abgeschlossen werden.

Adresse in Uganda:
Die Adresse während deines Aufenthalts in Uganda, die du bei der Visums-Beantragung angeben musst, lautet:

Karmalaya, Ronnie Mukiibi, Cape Road, Buziga Kiruddu, Mayanja Zone
Gesundheit & Impfungen

Generell gilt: kläre rechtzeitig mit einem Arzt deines Vertrauens bzw. mit einem Tropenmediziner ab, welche Impfungen für dich notwendig sind.

Für die Einreise nach Uganda ist eine Gelbfieberimpfung zwingend notwendig (Gelbfieberimpfnachweis bei Beantragung des Visums vorlegen!). Zusätzlich empfehlen wir Malaria-Prophylaxe.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen:

  • Tetanus,
  • Diphtherie,
  • Pertussis (Keuchhusten),
  • ggf. auch Polio (Kinderlähmung),
  • Mumps,
  • Masern,
  • Röteln (MMR),
  • Pneumokokken und
  • Influenza

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch die Impfungen gegen Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.

weitere fragen? unklarheiten?

Schau‘ mal in unserer FAQ Sektion rein.

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