ÜBER NEPAL

Nepal steht auf der Landkarte der Sehnsüchte ganz weit oben. Gründe dafür gibt es viele. Neben der höchsten Bergkette der Welt bietet das kleine Land zwischen Indien und Tibet (China) aber auch eine spektakuläre Natur: fruchtbare Täler, dichter Dschungel, donnernde Flüsse, Nashörner, Tiger und Elefanten erwarten dich!

Für Sinnsucher eröffnet sich eine neue geistige Galaxie, die des tibetischen Buddhismus. Symbolisiert durch Gebetsmühlen und Stupas am Wegesrand, durch mit Mantras übersäte Manisteine, durch bunte Gebetsfahnen und erhabene Klöster. Glaube und Grenzerfahrung – so lauten die beiden Verheißungen, die Nepal und dem Himalaya bei uns eine so große Anziehungskraft verleihen.

Probleme

Bei aller kulturellen und landschaftlichen Vielfalt darf man jedoch nicht vergessen, dass Nepal mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen von rund 700 USD pro Jahr (!) zu den ärmsten Ländern der Welt zählt. Aufgrund von politischen Unruhen war Nepal lange Zeit einer wirtschaftlichen Stagnation ausgesetzt. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Vor allem auf dem Land sind die Menschen sehr arm. Die medizinische Versorgung ist völlig unzureichend, die Lebenserwartung niedrig. Die Analphabetenrate ist besonders in ländlichen Gebieten extrem hoch, weil die Kinder nicht zur Schule gehen können, da ihre Mithilfe auf den Feldern oder im Haushalt erforderlich ist. Die Arbeitslosigkeit beträgt fast 43 Prozent und Strom ist kaum bzw. nur knapp vorhanden. Durch die anhaltende Landflucht steigt die Verelendung der Menschen in den Städten: Alte und junge Bettler und obdachlose Kinder sind in den Straßen Kathmandus und anderen größeren Städten allgegenwärtig. Vor allem nach dem politischen Wechsel zur Republik ist ausländische Hilfe gefragt, um Nepal voranzubringen. Auch Freiwillige können mit ihrem Engagement dazu einen kleinen Beitrag leisten. Im großen Kontext und aus politischer und wirtschaftlicher Sicht gesehen, mag dies ein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Für die Menschen, die unterstützt werden, bedeutet es jedoch sehr viel mehr.

Unser Programm

Karmalaya unterstützt zahlreiche Projekte und Einrichtungen in Nepal – zum einen durch die Hilfe von Freiwilligen, zum anderen durch finanzielle Unterstützung und ständige Zusammenarbeit. Damit wollen wir einen Beitrag leisten, um die schwierigen Lebensbedingungen in Nepal zu verbessern und vor allem nachhaltig und langfristig etwas zu bewirken. Unsere Projektschwerpunkte liegen in der Hauptstadt Kathmandu, in Pokhara, in der Region Chitwan, im subtropischen Süden des Landes, in der Annapurna-Region und in Gorkha. Wir von Karmalaya möchten Menschen weltweit „bewegen“, (um) ihren Horizont zu erweitern, Vorurteile abzubauen und einander nachhaltig zu helfen. In diesem Sinne bieten wir vor jedem Programmstart ein informatives „Training on arrival“. Dort lernst du Nepali und Wissenswertes über Land, Leute und Kultur. Denn: „Man sieht nur, was man weiß.“ (Johann Wolfgang von Goethe). Erst wenn du die Hintergründe kennst, kannst du wirklich verstehen und wirklich helfen. Nepal bietet den idealen Rahmen, um Freiwilligenarbeit zu leisten, aber auch um in verschiedenen interessanten Bereichen ein Praktikum zu absolvieren!

Weitere Infos zu Nepal

Hard Facts
  • Fläche: 147.181 qkm, Ost-West Ausdehnung: 885 km, Nord-Süd Ausdehnung: 145-241 km
  • Hauptstadt: Kathmandu (1,1 Mio.)
  • Bevölkerung: 29,2 Mio.
  • Ethnien: Chhetri, Brahman, Magar, Tharu, Tamang, Newar, Rai Limbu, Sherpa, Dalit und zahlreiche andere ethnische Gruppen
  • Staatsform: Demokratische Bundesrepublik (Federal Democratic Republic of Nepal). Während der ersten Sitzung der am 10.4.2008 gewählten Verfassungsgebenden Versammlung wurde Nepal am 28. Mai 2008 zur Republik erklärt.
  • Regierungsform: Parlamentarische Mehrparteien-Demokratie
  • Staatsoberhaupt: Präsidentin Bidya Devi Bhandari (seit 28.10.2015)
  • Analphabetenrate: 41% (großer Geschlechterunterschied!)
  • Lebenserwartung: 68 Jahre
  • Medizinische Versorgung: 0,05 Ärzte auf 1000 Einwohner
  • Religion: Hindus 80%, Buddhisten 15%, Muslime 3%, Christen 2%
  • Grenzen: Autonome Region Tibet (China) im Norden, Indien im Westen, Süden und Osten
  • Höhenausdehnung: Höchster Punkt: Mount Everest (8848m, auf Nepali: Sagarmatha, auf Tibetisch: Chomolungma), tiefster Punkt: Kanchan Kalan (70m)
  • Nationalsprache: Nepali, daneben gibt es noch über 60 weitere Sprachen
  • Währung: Nepalesische Rupie, 1 EUR = ca. 120 Rupien (1 Rupie = 100 Paisa)
  • Jährliches Pro-Kopf-Einkommen: 733 USD
  • Vorwahl: + 977
  • Zeitzone: Winterzeit – MEZ + 4,75 Stunden, Sommerzeit – MEZ + 3,45 Stunden
Begrüßung

Man kennt verschiedene Formen der Begrüßung. Die übliche Form ist der Gruß „Namaste“ oder „Namaskar“ (noch höflicher). Es bedeutet: „Ich grüße das Göttliche in dir.“ Westlich orientierte Männer begrüßen auch mit Handschlag.

Gastgeschenke

In Nepal begegnet man Menschen, die vergleichsweise unter sehr einfachen Verhältnissen leben. Viele unserer Teilnehmer wollen etwas zurückgeben, sich für die Gastfreundschaft bedanken. Bevor du ins nächste Geschäft gehst und Mitbringsel für deine Reise einkaufst, bedenke bitte Folgendes:

  • Kaufe vor Ort! Damit stärkst du die Wirtschaft in Nepal und schonst zudem deine Geldbörse
  • Schenke mit Maß! Du vermittelst mit einer überschwänglichen „Güterverteilung“ ein verfälschtes Bild vom unendlich reichen Westen und erzeugst unter Umständen Unzufriedenheit bei den Beschenkten.
  • Beschenke nur Menschen, mit denen du eine Beziehung teilst (z.B. Gastfamilie oder die Kinder des Projekts, wo du arbeitest).
  • Wichtig: Bitte keine Geldgeschenke! Diese verleiten zum Betteln.
  • Schenke Sinnvolles! Wir ersuchen (vor allem auf dem Land / in den Bergen) davon abzusehen, Süßigkeiten zu verteilen. Viele Kinder benutzen keine Zahnbürsten und ruinieren mit Süßem ihre Zähne. Schenke lieber Malbücher, Obst, Luftballons oder einen Ball!

Schenken ist kein Muss! Ein Lächeln, ein Lied aus der Heimat oder ein „Danke“ in der Landessprache erfreuen ebenso. Immer eine nette Idee: Fotos von deiner Familie und deinem Zuhause mitnehmen. Damit kannst du mehr von deinem Leben und deinem Alltag erzählen. Fotos sind auch ein netter „Eisbrecher“, wenn du anfangs noch nicht genau weißt, was und wie du mit deiner Gastfamilie reden sollst.

Regionen Nepals: Kathmandu

Das Kathmandu-Tal liegt rund 1300 Meter hoch, misst 30 mal 20 Kilometer, beherbergt über 60 Orte bzw. Dörfer und geschätzte 1,1 Millionen Menschen. Kathmandu ist uralter Handelsplatz und Treffpunkt der Religionen. Hindus und Buddhisten leben und beten in sieben Weltkulturerbestätten: Kathmandu (Hauptstadt von Nepal), Bhaktapur, Patan, Pashupatinath, Boudhanath, Swayambhunath und Changu Narayan. Besonders sehenswert sind die Königsstädte in Kathmandu: Patan (auch Lalitpur genannt), Bhaktapur und Paunati. Die beiden Letzteren wurden mit deutscher und französischer Hilfe restauriert und in städtebauliche, nahezu autofreie Juwele verwandelt. Ein wunderbares Sammelsurien von Tempel- und Palastanlagen.

Um das religiöse Leben Nepals am intensivsten zu erleben, besucht man am besten einen der zahlreichen Pilgerorte. Eine der außergewöhnlichsten Glaubensstätten des Tals ist Swayambhunath. Der buddhistische, auf einem Hügel gelegene Stupa, gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und ist so etwas wie ein Wahrzeichen Kathmandus. Hoch über der Stadt gelegen, hilft er gut bei der Orientierung. Aufgrund der zahlreichen Affen, die sich hier scharen, ist die Sehenswürdigkeit auch als „Affentempel“ bekannt. Der Stupa ist gekrönt von einem goldglänzenden Block mit den alles sehenden Augen des Buddhas. Er ist von Gebetsmühlen umgeben, die von Pilgern, die den Stupa umschreiten, in Bewegung gesetzt werden. Sein heutiges Aussehen erhielt der Tempel im 17. Jahrhundert. Die Ursprünge des Heiligtums liegen jedoch bereits im Jahr 460.

Nepals größtes Hindu-Heiligtum ist Pashupatinath. Der Tempelkomplex liegt ca. fünf Kilometer östlich der Innenstadt am heiligen Bagmati-Fluss, wo regelmäßig Leichenverbrennungen stattfinden. Der Tempel ist Shiva in seiner Form als „Herr der Tiere“ geweiht. Das Innere des Haupttempels mit seinem riesigen Shiva-Lingam ist für Nicht-Hindus jedoch verschlossen. Von der anderen Seite des Flusses lässt sich das bunte Treiben aber gut beobachten. Wer tagsüber hierherkommt, kann zum Stupa von Boudhanath weitergehen (ca. halbe Stunde zu Fuß). Der 36 Meter hohe Stupa zählt zu den weltweit größten Bauwerken seiner Art. Zum wichtigsten tibetischen Stupa außerhalb Nepals strömen täglich Scharen buddhistischer Mönche, Nonnen und Pilger. Die 13 Stufen der Pyramide auf der Spitze symbolisieren die Stationen auf dem Weg zur Erleuchtung. 

Regionen Nepals: Pokhara

Die Stadt Pokhara liegt ca. 200 Kilometer westlich von Kathmandu und lockt gleich mit einer ganzen Reihe schneebedeckter Sieben- und Achttausender. Ein unglaublicher Kontrast bietet sich hier: Denn obwohl der grüne Ort nur 800 Meter hoch liegt, sind die Wohnsitze der Götter hier zum Greifen nah. An klaren Tagen hat man eine beinah uneingeschränkte Sicht auf die mehr als 8000 Meter hohen Gipfel des Annapurna und Manaslu. Dominiert wird das Panorama vom Bergmassiv des Machhapuchre („Fischschwanz“). Die Bergsicht in Kombination mit seiner Lage am idyllischen Fewa-See macht Pokhara zu einem der bedeutendsten Fremdenverkehrsorte des Landes. Außerdem ist der Ort Ausgangspunkt vieler Trekkingtouren. Die meisten Touristen tummeln sich um den Fewa-See. Empfehlenswert und ruhiger ist jedoch auch der Begnas-See am Ostrand des Pokhara-Tals. Auch von dort aus lassen sich Spaziergänge und Wanderungen unternehmen. Schönstes Ausflugsziel der Gegend ist der Weltfriedensstupa. Er liegt auf 1113 Metern und ist das Wahrzeichen der Region. Der Blick von oben ist ausnehmend schön. Der Ausflug lässt sich auch mit einer Bootsfahrt auf dem See gut verbinden. Romantik pur.

Lumbini

Eine besondere Anziehungskraft hat auch der Ort Lumbini im Süden des Landes. Buddhisten bedeutet er ungefähr so viel wie den Christen Bethlehem. Hier, nahe der indischen Grenze, kam 563 v. Chr. Siddharta Gautama zur Welt, später Buddha genannt. Der Maya-Devi-Tempel, der über der Geburtsstelle errichtet wurde, ist in seinen Ursprüngen mehr als 2000 Jahre alt. Seit 1997 ist Lumbini Unesco-Welterbe.

Annapurna-Region

Die Annapurna-Region zählt zu den populärsten Reisezielen Nepals. Sie befindet sich nordwestlich der Landeshauptstadt Kathmandu und nördlich von Pokhara, der zweitgrößten Stadt des Landes, in Zentralnepal. Das Gebiet mit einer Größe von 7.629 Quadratkilometern ist das größte Naturschutzgebiet Nepals, bekannt als „Annapurna Conservation Area“ (ACA). Seine einzigartige Landschaft, gepaart mit multi-kulturellen und multi-ethnischen Eindrücken, macht es außerdem zum beliebtesten Trekkingziel Nepals.

Touristische Hauptziele in dem Gebiet sind: Ghandruk, Gorepani, Aussichtspunkt Poon Hill, Annapurna Base Camp (ABC), Jomsom, Muktinath und Manang; verbunden werden diese Ziele durch den beliebten Annapurna Circuit (Umrundung der Annapurna- Bergregion).

„Gipfeltreffen“: In der Annapurna-Region findet man mit den Bergen Annapurna I (8091 m) und Annapurna II (7937 m) zwei der höchsten 20 Berge der Erde. Entlang des Annapurna Himal kann man noch (von Osten) Lamjung Himal (6932 m), Annapurna IV (7525 m), Annapurna III (7555 m), Gangapurna (7454 m), die Nilgiri-Gruppe (7061 m) und Annapurna South (7219 m) entdecken. Der markanteste Gipfel im Süden ist der Macchapuchhre („Fischschwanz“, 6997 m).

Die beliebtesten bergsteigerischen Gipfelziele ohne Expedition sind Pisang Peak (6091m) und Chulu Far East (6059 m) nördlich des Manang-Tals. Der höchstgelegene Pass ist der Thorang La auf 5416 m (oder 5250 m) zwischen Manang und Muktinath/Mustang – die Überquerung ist Teil des Annapurna-Circuits.

Chitwan

Neben dem Himalaya und kulturellen und religiösen Highlights hat Nepal auch noch eine ganz andere Seite zu bieten: Dschungel und Wildlife. Rund 150 südwestlich von Kathmandu liegt der Chitwan-Nationalpark. Er ist der älteste Nationalpark Nepals und wurde 1984 zum Unesco-Welterbe erklärt. Hier leben unter anderem Tiger, Nashörner, Affen, Krokodile, Elefanten und über 450 verschiedene Vogelarten, darunter Tukane und Adler. Größte Attraktion in Chitwan sind Ausritte auf Elefanten, die Beobachtung von Panzernashörnern und Kanufahrten zu den Krokodilen. Der Ausflug in den Park lässt sich auch gut mit einer Raftingtour verbinden. Ein ganz besonderes Erlebnis. Wo sonst kann man mit den Achttausendern im Rücken in die Dschungelgebiete des Tieflandes rauschen?

Erlebe auf der Elefanten & Gipfel Voluntour den Chitwan Nationalpark sowie den Poonhill auf 3.210 m Seehöhe!

Gorkha District

Gorkha war die Heimat der Shah-Dynastie und der berühmten Gurkha-Soldaten. Heute ist die Region (ca. 110 Kilometer westlich von Kathmandu) vor allem als Ausgangsgebiet für Trekkingtouren zum und um den Manaslu bekannt. Es eröffnen sich tolle Ausblicke auf Manaslu (8156 m) und den Himal Chuli (7983 m) im Gurkha Himal, sowie den Ganesh (7429 m). Das Gebirge ist wenig bewohnt und bietet Einblicke in das ursprüngliche Nepal. Eines der Bergdörfer ist Swaragau – hier liegt unser Herzprojekt für blinde Kinder. Es ist nur zu Fuß erreichbar. Anreise: Ab Kathmandu nach Arughat (ca. 8-10 Stunden Fahrt – die Straße ist nur teilweise geteert), 1 Übernachtung in Arughat, am nächsten Tag Weiterfahrt (ca. 45 Minuten- 1 Stunde) nach Arkhet und 3-4 Stunden Wanderung nach Swaragau.

Nuwakot District

Der Distrikt Nuwakot liegt etwas 70 Kilometer von Kathmandu entfernt. Es ist kein bekanntes Wanderziel, zählt aber zu den historischen Orten nördlich vom Kathmandu-Tal. Bekannt ist Nuwakot, das auf der alten Handelsstrecke zwischen Tibet und Kathmandu liegt, vor allem wegen seinem Palast aus dem 18. Jahrhundert. Ebenfalls im Distrikt liegt das Dorf Gaujini (ca. 35 Kilometer vom Palast entfernt, 3-4 Stunden Busfahrt) – hier liegt unsere Karmalaya-Farm. Bereits die Anreise dorthin ist Teil deines Abenteuers. Je nach Wetter wirst du hinwandern oder mit dem lokalen Bus über holprige Wege anreisen.

Das Lustige: Ob Bus oder zu Fuß, es dauert quasi gleich lange. So ist Nepal. Man rechnet daher auch nie in Kilometern, sondern nur in Stunden. Nach Gaujini brauchst du in etwa 5-6 Stunden. Das Schöne ist, dass du dich langsam von Kathmandu entfernst und dies auch sehen und erleben kannst. Nach den ersten eineinhalb Stunden hast du bereits einen gigantischen Blick über die Stadt, die von hier oben plötzlich ganz ruhig und organisiert aussieht. Die Anreise ist auch via Sundarijal (dort ist unser Kinderheim) möglich mit einer Zwischenübernachtung im Aussichtsort Chisapani.

Einen Erfahrungsbericht von Malte zu seinem Aufenthalt au der Farm in Gaujini, findest du hier.

Übrigens: auf der All-In-One-Karma Tour & der Biking & Volunteering Tour machst du ebenfalls Halt im Projektdorf Gaujini.

Elektrizität

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. In den meisten Hotels, Lodges oder Stadthäusern (z.B. auch bei Gastfamilien in Kathmandu oder Pokhara) sind Steckdosen vorhanden, die auch für europäische Stecker geeignet sind. Beim Gebrauch von Computern oder anderen sensiblen elektrischen Geräten sollte jedoch ein Spannungsstabilisator verwendet werden.

Mit stärkeren Spannungsschwankungen und Stromausfällen muss gerechnet werden. Es gibt oft landesweites „load shedding“, aufgrund dessen es Strom nur eine bestimmte Anzahl von Stunden pro Tag gibt. Reisende sollten daher bedenken, dass Akkus nicht immer aufgeladen werden können. In ländlichen Bereichen gibt es gebietsweise auch gar keine Elektrizität.

Beispielunterkünfte Nepal

Natürlich möchtest du gerne wissen, wie die Unterkünfte in deinem Projekt in etwa aussehen. Das verstehen wir! Hier findest du einige Beispielunterkünfte unserer Partner-Gastfamilien in Nepal.

Literaturtipps
  • Gunter Schramm: Trekking-Handbuch mit über 80 Routenvorschlägen weltweit: Der Praxis-Ratgeber für gelungene Trekking-Abenteuer weltweit, 2013 (Verlag: Reise-Know-How): 17,50 Euro
  • Günter Nelles: Nepal, 2014, (Nelles Verlag): 15,90 Euro
  • Mayhew B./Butler S./Brown, L.: Lonely Planet. Trekking in the Nepal Himalaya (Englisch), 2016, 14,99 Euro
  • Dieter Glogowski: Nepal – Acht: Der Weg hat ein Ziel. 2015 (Verlag Frederking & Thaler), 32,99 Euro.
  • Rainer Krack: Kathmandu Valley Nepal. Reiseführer für individuelles Entdecken, 2014 (Verlag: Reise- Know-How): 19,50 Euro.
  • Kracht C./Nickel E.: Gebrauchsanweisung für Kathmandu und Nepal. Überarbeitete Neuausgabe. 2012, (Piper Verlag), 14,99 Euro.
  • Gerhard Haase-Hindenberg: Göttin auf Zeit. Amitas Kindheit als Kumari in Kathmandu, 2006 (Heyne Verlag): 8,99 Euro.
  • Pál Nagyiván: Am Pipalbaum werden wir uns wiedersehen: Sechs Erzählungen über Begegnungen in Nepal, 2012 (Verlag Neue Literatur): 9,90 Euro.
  • Kurt Luger: Auf der Suche nach dem Ort des ewigen Glücks. Kultur, Tourismus und Entwicklung im Himalaya (Gebundene Ausgabe), 2014 (Studienverlag): 29,99 Euro.
  • Hans G Voßmann: Kauderwelsch, Nepali Wort für Wort (Taschenbuch), 2016, Verlag: Reise-Know-How: EUR 9,90.
  • Manjushree Thapa: Geheime Wahlen: Ein Roman aus Nepal, 2009 (Unionsverlag): 12,90 Euro.
  • Maren Schneider: Nepal. Dem Himmel so nah: Trekking im Everest-Gebiet, 2007 (Books on Demand): 14,95 Euro.
  • Ines Oßwald-Rai: Nepal, die Berge und ich. Wanderungen, Trekkingtouren und eine neue Heimat. 2015, (Grin & Travel Publishing): 14,99 Euro
  • James McConnachie: Stefan Loose Travel Handbücher Nepal, 3. Auflage, 2013 (DuMont Reiseverlag): 29,00 Euro.
  • Mohamad N. Asfahani: Nepalesische Küche, Originalrezepte vom Dach der Welt, 1993 (Asfahani Verlag): 8,70 Euro.
  • Andreas Altmann: Triffst du Buddha, töte ihn! Ein Selbstversuch. 2010 (Du Mont Buchverlag): 14,95 Euro
Essen & Trinken

Das Wasser aus der Leitung ist nicht zum Trinken geeignet. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man auch zum Zähneputzen darauf verzichten. Trink nur Wasser aus gekauften Flaschen (mit Originalverschluss!), abgekochtes oder gefiltertes Wasser. Die nepalesische Küche ist lecker, aber unsere europäischen Mägen brauchen ab und zu etwas Zeit, um sich auf die neue, oft scharfe Kost einzustellen.

Das Nationalgericht Nepals ist Dal Bhat, gekochter Reis mit Linsen – je nach Jahreszeit und Budget mit frischem oder scharf eingelegtem Gemüse, Fleisch oder Fisch ergänzt.

Lebenserhaltungskosten

Nepal ist eines der ärmsten Länder der Welt und für Reisende sehr preiswert. Wer sich an den nepalesischen Speiseplan hält und zwei-dreimal am Tag Reis mit verschiedenen Gemüsesorten isst und in einfachen Unterkünften lebt, kann mit 5 Euro am Tag leben. Wer etwas mehr Komfort mag, ab und an auch in Touristen-Restaurants isst und trinkt oder Taxi fährt, kann mit 15-20 Euro rechnen. Wer in Mittelklasse-Hotels nächtigt, ein Auto mietet und sich Extras wie Rafting-Ausflüge oder organisierte Treks gönnt, kann mit 30-40 Euro pro Tag planen.

Preise aus dem Alltag:

  • Essen in einfachem Restaurant: 2 €
  • Eine Busfahrt innerhalb Kathmandus: 0,25 € (je nach Distanz)
  • Taxifahrt innerhalb Kathmandus (ca. 10 x teuer als Bus): ca. 2,50-3 € (5-7 Kilometer)
  • 1 l Trinkwasser: 0,20 €
  • 1 l Benzin: 1,25 €
  • 1 Flasche lokales Bier (0,75 l): 3-4€ (Touristenlokal)
  • 1 l Wein: 10 Euro
  • 1 kg nepalesischer Käse: 5 €
  • Nutella (400g): 3 €
  • Zigaretten: 1-1,50 €

Bei Freiwilligenaufenthalten mit Karmalaya ist natürlich „all inclusive“ (Unterkunft und Verpflegung), das heißt: wer sich auf sein Engagement im Projekt konzentriert (also nicht Party macht oder zahlreiche Ausflüge extra bucht), mit lokalen Bussen fährt und immer bei der Gastfamilie isst, wird kein Geld bzw. nur ein minimales Taschengeld benötigen. Wer gerne auch im Touristenzentrum Thamel in Restaurants isst oder in Bars Cocktails trinkt und oft mit dem Taxi fährt, wird mit 5-15 Euro pro Tag extra rechnen können.

Gesundheit & Impfungen

Ein Großteil der nepalesischen Bevölkerung hat beschränkten oder gar keinen Zugang zu Infrastruktur. Aus diesem Grund ist die Gesundheitssituation dementsprechend schlecht. Einfache Krankheiten, die bei uns leicht zu behandeln und heilen sind, können in Nepal schnell schlimme Folge haben. Dies gilt vor allem für entlegene Bergregionen – in den Städten wie Kathmandu oder Pokhara ist die Gesundheitsversorgung gut. Es gibt zahlreiche sehr gute Privatkrankenhäuser. Durch den richtigen Impfschutz und Vorsicht beim Essen und Trinken verringert sich das Risiko einer Erkrankung enorm! Eine leichte Durchfallerkrankung ist manchmal aber nicht zu vermeiden: Der Körper reagiert anfangs auf das fremde Essen und Klima.

Für die Einreise nach Nepal sind keine Impfungen zwingend erforderlich. Das Auswärtige Amt empfiehlt allerdings einen Impfschutz gegen:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Polio
  • Hepatitis A
  • bei besonderer Exposition auch Hepatitis B
  • Typhus
  • Tollwut (vor allem bei Einsatz im Straßenhundeprojekt!) und
  • Japanische Enzephalitis

Kläre also rechtzeitig mit dem tropenmedizinischen Institut oder deinem Arzt ab, welche Impfungen für dich notwendig sind! Wenn du im Straßenhundeprojekt mitwirken möchtest, solltest du eine Tollwut-Impfung in Erwägung ziehen.

Visum

Für die Einreise nach Nepal brauchst du ein Visum (Touristenvisum beantragen!).

Das Nepal-Touristenvisum selbst ist unkompliziert bei der Einreise am Flughafen erhältlich. Bitte achte auf einen gültigen Reisepass (noch mindestens 6 Monate gültig ab dem Einreisetag).

Maximaler Aufenthalt pro Kalenderjahr: 5 Monate (150 Tage). Die Kosten für ein 15/30/90 Tage Visum liegen bei 25 USD/40 USD/100 USD. Die Kosten können ua. in Dollar, Euro und auch Schweizer Franken beglichen werden.

Du möchtest länger in Nepal bleiben? Über das 90 Tage Visum hinaus besteht die Möglichkeit, bis zu einer maximalen Aufenthaltsdauer von 150 Tagen pro Kalenderjahr zu verlängern. Die Verlängerung kannst du beim immigration office in Kathmandu oder Pokhara beantragen. Kostenpunkt für eine 15-tägige Verlängerung ca. 30 USD, für jeden weiteren Tag ca. 2 USD zusätzlich. Sollte dein Einsatz mit Karmalaya über 90 Tage laufen, hilft dir unser Team gerne bei der Visums-Verlängerung weiter. No worries!

Bitte prüfe vor deiner Abreise genau, wie lange du dich in Nepal aufhalten wirst (Tage zählen!) und welche Visa-Dauer du benötigst.

Wichtig:
Die Adresse, die du auf dem Visum-Antrag angeben musst, lautet:
Karmalaya Bhagwan Karki, Basundhara 3, Kathmandu, Nepal

Klima

Wer eine Reise nach Nepal plant, sollte das Klima natürlich nicht außer Acht lassen – vor allem wenn man beispielsweise eine Trekking-Tour macht, ist das Wetter von großer Bedeutung.

Die beste Reisezeit für Trekking-Touren in Nepal ist vor allem im Zeitraum von Oktober bis November (nach der Monsunzeit) und Februar bis Mitte April. Das Wetter ist mild, die Luft rein, die Sicht wunderbar und überall blüht und gedeiht es.

Zwischen Juni und September ist in Nepal Regenzeit und daher für Trekking-Touren nicht zu empfehlen. Kulturtrips in den Städten sowie Freiwilligenarbeit, Praktikas, Klosteraufenthalte oder Yoga-Retreats sind jedoch gut möglich. Im Kathmandutal fallen die Regenfälle auch nicht so stark aus und man kann durchaus einige Tage erleben, an denen die Sonne scheint und es keinen Regen gibt.

Außerhalb der Monsunzeit ist es trocken. Die Wintermonate im Hochgebirge eignen sich wegen klirrender Kälte und fehlender Heizungen nur für Hartgesottene. Auch in Kathmandu sind die Nächte sehr kalt (es gab jedoch nur einen registrierten Schneefall). Die Temperaturen innerhalb Nepals variieren generell stark und hängen von der Höhenlage der Regionen ab.

Mehr Infos inkl. Temperaturangaben findest du hier.

Geografie

Geographisch lässt sich Nepal in drei Regionen gliedern, an die neben klimatischen auch sozioökonomische, kulturelle und ethnische Unterscheidungen gebunden sind:

  • Die Hochgebirgsregion mit 13 Prozent der Landfläche, die Höhenlagen zwischen 4877 und 8848 Meter umfasst.
  • Die Mittelgebirgsregion (600 bis 2000 Meter), die etwa 67 Prozent der Landesfläche einnimmt und vom Mahabharat- und Tschuria-Gebirge beherrscht wird.
  • Das Terai mit Höhen von 70 bis 150 Metern, das den nepalesischen Teil der Gangestiefebene bildet. Obwohl es nur 20 Prozent der Landfläche ausmacht, ist es Heimat für knapp die Hälfte der Bevölkerung. Fruchtbare Böden und ganzjährig frostfreies Klima machen das Terai zur landwirtschaftlich wertvollsten Region.
Vertretungen in Nepal

Honorarkonsulat der Republik Österreich
191 Manakamana Marg, Naxal
PO Box 146
Tel.: 00977 1 44 34 860
Fax: 00977 1 44 34 515

Deutsche Botschaft
PO Box 226,
Gyaneswor
Kathmandu, Nepal
Tel.: 00977 1 44 12 786 oder 00977 1 44 16 527
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 12 Uhr

Schweizer Konsulat
Jawalakhel, Ekantakuna SDC compound,
Lalitpur, Nepal
Tel.: 00977 1 55 49 225 Fax: 00977 55 49 224

Streiks (Bandhs)

Aufgrund der volatilen politischen Lage in Nepal ist immer wieder mit der Ankündigung von Protestaktionen sowie lokalen oder landesweiten Streiks seitens der verschiedenen politischen Gruppen und Organisationen zu rechnen. Bereits in der Vergangenheit kam es in ganz Nepal wiederholt zu größeren politischen Kundgebungen, General- und Transportstreiks und anderen Aktionen als Druckmittel politischer Kräfte. Grundsätzlich muss in Nepal daher jederzeit mit „Bandhs“ (Zwangsstreiks jedweder Art) gerechnet werden, auch im Kathmandu-Tal gibt es immer wieder Blockaden/Straßensperren und Transportstreiks, die kurzfristig ausgerufen bzw. organisiert werden.

Nach den bisherigen Erfahrungen können diese Protestaktionen das öffentliche Leben empfindlich stören bzw. lähmen – auch Volunteering-Projekte können dadurch zeitweise nicht antretbar sein. Unsere Karmalaya-Koordinatoren vor Ort werden dir aber immer rasch sinnvolle Alternativen nennen (bei Busstreiks z.B. ein Projekt in deiner Nähe – damit du kein öffentliches Verkehrsmittel brauchst). Für touristische Ziele bzw. Flughäfen gibt es Ausnahmeregelungen – aber auch hier muss man bei „Bandhs“ mit Verzögerungen rechnen. Unsere Karmalaya-Mitarbeiter in Nepal sind immer bestens informiert und wissen, wie viel Zeit einzuplanen ist.

weitere fragen? unklarheiten?

Schau’ mal in unserer FAQ Sektion rein.

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