Herausforderungen

Indiens Wirtschaft wächst seit Jahren und doch kämpft der Vielvölkerstaat mit den Problemen einer weit verbreiteten Armut, einer starken Überbevölkerung, den religiösen Konflikten zwischen Hindus und Moslems und der eklatanten Umweltverschmutzung.

Indien ist mit ca. 1,2 Milliarden Einwohnern nach China das bevölkerungsreichste Land der Erde. Jeder fünfte Einwohner unseres Planeten ist demnach Inder. Etwa 70% leben auf dem Lande und bestreiten ihr Leben durch Reisanbau, Ackerbau und Viehzucht. Ein Drittel der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Die Analphabetenrate liegt bei 45%. Bei den Frauen sind es ca 70%. Heute, 2018 soll sich das Land nach Aussagen britischer Ökonomen zur fünftgrößten Wirtschaftsmacht weltweit avanciert haben. Vom wachsenden Wohlstand des Landes profitieren aber nicht alle: Trotz wirtschaftlichem Wachstum spreizt sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Rund 300 Millionen InderInnen leben in extremer Armut und müssen mit weniger als 2 Dollar jeden Tag auskommen. Betroffene sind besonders Frauen, Kinder, Senioren und Menschen mit Behinderung.

Die Armut zeigt ihr Gesicht nicht nur in Geldwerten: Schulbildung, Mütter- und Kindersterblichkeit, Kinderarbeit und marodes Gesundheitswesen zeichnen oft ein realistischeres Bild vorherrschender Armut. Rund 10 Millionen Kinder zwischen fünf und vierzehn Jahren müssen arbeiten gehen. Die Dunkelziffer liegt wohl weitaus höher.

Auffällig ist dabei das Stadt-Land-Gefälle, denn rund 80 Prozent der Armen leben in ländlichen Regionen. Die Selbstmordrate von Baumwollbauern ist gravierend hoch. Von dem Wirtschaftswachstum profitieren also fast ausschließlich die Städte.

Darum ziehen viele Menschen vom Land in die Stadt, halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und enden meist in den Elendsvierteln der Städte als Abfallsammler. Dem Teufelskreis der Armut entkommt man schwer: Soziale Stigmatisierung, Ausgrenzung, fehlende Bildung, kein Einkommen und keine Anerkennung- drücken Millionen Menschen an den Rand der Gesellschaft.

Unser Programm

Jeder kann helfen, um zu helfen! Freiwilligenarbeit und nachhaltiger Tourismus ist eine großartige Möglichkeit, Einheimische zu unterstützen und die Kultur und Traditionen Indiens hautnah zu erleben.

Beherzte Projekte wie Gemeindeentwicklung, Artenerhaltung, Umweltschutz und nachhaltiges Wissen im Umgang mit vorhandenen Ressourcen zu erzeugen ist uns ein wichtiges Anliegen.

Gemeinsam können wir Bewusstsein schaffen und aktive Unterstützung in der Entwicklungshilfe leisten, um die lebenswichtige Balance zwischen den vielen Interessengruppen sowie Natur,

Wirtschaft und Mensch herzustellen: Wir setzen dort an wo Hilfe gebraucht wird – um dem wunderbaren Land Indien den Sprung über die Schwelle hin zu einem vorbildlichen Industrieland zu erleichtern.

Weiter zu den Freiwilligenarbeits-projekten & ReISEN auf SRI LANKA

WIE KOMMST DU ZU DEINEM FREIWILLIGENEINSATZ?

  • Du bist über 18 Jahre alt?
  • Bringst zwischen zwei Wochen bis zu drei Monaten Zeit mit?
  • Dann sende uns deine englischen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf inkl. Foto von dir + Motivationsschreiben) an office@karmalaya.com
  • Innerhalb von 1-3 Werktagen senden wir dir unverbindliche Projektvorschläge zu und planen ein Telefongespräch mit dir ein.
  • Wenn dir der Vorschlag gefällt und du deine offenen Fragen mit uns abgeklärt hast, kannst du dich mittels Anmeldeformular für deinen Freiwilligeneinsatz anmelden.

Weitere Infos zu Indien

  • Fläche: 3.287.469 km2
  • Hauptstadt: Neu-Delhi
  • Bevölkerung: 1.339.180.000 (2017)
  • Ethnien: 70% Indoarier, 25% Draviden, 5% Exiltibeter, Mongolen, Ladakhis und Assamesen
  • Staatsform: Parlamentarische Bundesrepublik
  • Regierungsform: Parlamentarische Demokratie
  • Staatsoberhaupt: Staatspräsident
    Ram Nath Kovind (25. Juli 2017)
  • Durchschnittsalter: 26,7 Jahre (2015)
  • Religion: 79,8 % Hindus, 14,2 % Muslime, 2,3 % Christen, 1,7 % Sikhs, 0,7 % Buddhisten, 0,4 % Jainas, 0,7 % andere
  • Lebenserwartung: 68,56 Jahre (2016)
  • Nationalsprache: Englisch und Hindi
  • Höhenausdehnung: Höchster Punkt: Kangchendzönga (8.586m) im Bundesstaat Sikkim, tiefster Punkt: Indischer Ozean (0m)
  • Währung: Indische Rupie (INR), 1 EUR = ca. 83,54 INR
  • Jährliches Pro-Kopf-Einkommen: 1.983 US$
  • Vorwahl: + 91
  • Zeitzone: UTC+5:30

Typisch für Indien ist der „Namaste-Gruß.“ Übersetzt bedeutet das Wort soviel wie „Ich verbeuge mich vor dir.“ Die Bedeutung ist auch tatsächlich Programm. Bei diesem Gruß legst du deinen Handflächen aneinander und hebst sie in Brusthöhe, dabei senkst du den Kopf leicht. Je höher der soziale Stand deines Gegenübers, desto höher musst du die Hände heben.

Die linke Hand gilt in Indien als unrein, deshalb solltest du es vermeiden, damit jemanden zu berühren oder Essen zu servieren.

Wenn du jemanden auf der Straße trifft, winken ihn nicht nach europäischer Art zu dir heran. Dies wird in Indien als beleidigend empfunden. Zum Heranwinken auf indische Art streckst du den Arm nach vorne aus und bewegst die Hand nach unten.

Nach der Begrüßung ist es an der Zeit, deine Gastgeschenke zu überreichen. Tu dies aber erst nach dem Betreten der Wohnräume und wunder dich nicht, dass deine Geschenke ungeöffnet zur Seite gelegt werden. Es ist in Indien nicht üblich, Geschenke vor dem Schenkenden auszupacken und sich bei ihm dafür zu bedanken.

Bevor du aber ins nächste Geschäft gehst und Geschenke für deine Reise einkaufst, bedenke bitte Folgendes:

  • Kaufe vor Ort! Damit stärkst du die Wirtschaft in Indien und schonst zudem deine Geldbörse
  • Schenke mit Maß! Du vermittelst mit einer überschwänglichen „Güterverteilung“ ein verfälschtes Bild vom unendlich reichen Westen und erzeugst unter Umständen Unzufriedenheit bei den Beschenkten.
  • Beschenke nur Menschen, mit denen du eine Beziehung teilst (z.B. Gastfamilie oder die Kinder des Projekts, in dem du arbeitest).
  • Wichtig: Bitte keine Geldgeschenke! Diese verleiten zum Betteln.
  • Schenke Sinnvolles! Wir ersuchen davon abzusehen, Süßigkeiten zu verteilen. Viele Kinder benutzen keine Zahnbürsten und ruinieren mit Süßem ihre Zähne. Schenke lieber Malbücher, Obst, Luftballons oder einen Ball!

Schenken ist kein Muss! Ein Lächeln, ein Lied aus der Heimat oder ein „Danke“ in der Landessprache erfreuen ebenso. Immer eine nette Idee: Fotos von deiner Familie und deinem Zuhause mitnehmen. Damit kannst du mehr von deinem Leben und deinem Alltag erzählen. Fotos sind auch ein netter „Eisbrecher“, wenn du anfangs noch nicht genau weißt, was und wie du mit deiner Gastfamilie reden sollst.

Neu-Delhi ist die Hauptstadt Indiens und außerdem Sitz der obersten Gerichte, des Parlaments und der Regierung. Sie ist Teil von Delhi, der drittgrößten Metropole der Welt. Am 15. Dezember 1911 wurde, während der britischen Kolonialzeit, ihr Grundstein südlicher der Altstadt von Delhi angelegt, um die traditionelle Hauptstadt Kalkutta abzulösen. Nach der indischen Unabhängigkeit stieg das Bevölkerungswachstum rasant an und die umliegenden ländlichen Gebiete der Stadt, wurden zunehmend urbanisiert.

Der Kaiser von Indien, Georg V., beauftragte 1911 zwei Architekten mit der Planung der neuen Hauptstadt. 1929 wurde die Planhauptstadt fertiggestellt. Sie hebt sich vom Stadtbild her deutlich von den anderen großen indische Metropolen, aufgrund ihrer großen Parks, Alleen und der Kolonialarchitektur, ab.

Um die interessantesten Ecken der Stadt zu sehen, solltest du mehrere Tage deiner Reise hier verbringen. Was auf deiner Neu-Delhi-Bucket-List auf keinen Fall fehlen darf:

Qutb-Minar-komplex
Im 13. Jahrhundert wurde nach der Eroberung Indiens am Standort dieses Komplexes die erste muslimische Moschee erbaut. Mehrere Mausoleen und Ruinen gehören zu dieser Anlage und zeugen von diesem Kapitel der indischen Geschichte. Heute ist der Komplex Weltkulturerbe.
Jama Masjid Moschee (Freitagsmoschee)
Übersetzt bedeutet Jama Masjid „Moschee, die auf die Welt blickt“. Das trifft es eigentlich auch ziemlich gut, wenn man bedenkt, dass diese Moschee eine der größten der Welt ist. In ihrem Hof finden mehr als 20.000 Gläubiger Platz! Sie besteht hauptsächlich aus rotem Sandstein, lediglich für die Fassaden und Kuppeln wurde weißer und schwarzer Marmor verwendet.
Lotustempel
Ein Blick auf die Außenfassade erklärt das Zustandekommen des Namens. Der Architektur des Tempels ist einer Lotusblume nachempfunden. Die Besucher betreten unter den Blütenblättern das Gebäude, seine Spitze zeigt zum Himmel. Der Tempel besitzt außerdem neun Tore, was religiöse Offenheit symbolisieren soll. Hier sind Gläubige aller Religionen willkommen. Die Heiligen Schriften aller Weltreligionen werden hier zitiert.
India Gate
In den Stein des 42m hohen Triumphbogens, der den offiziellen Namen India War Memorial trägt, sind die Namen von mehr als 90.000 Kriegstoten eingraviert. Es soll also an die britisch-indischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs erinnern.

Was du noch wissen solltest: Neu-Delhi weist den weltweit höchsten Feinstaubgehalt in der Luft auf. Die Hauptursache ist der ausufernde Fahrzeugverkehr. Solltest du Atemwegserkrankungen haben, sprich besser vorher mit deinem Arzt!

Die quirlige ehemalige Kolonialstadt Colombo verbindet urbanes Flair mit Nostalgie. Sie lädt ein, ihre Kultur sowie die Schaufenster der Boutiquen zu entdecken. Rooftopbars laden ein, den Sonnenuntergang zu genießen, Meeresluft zu schnuppern, an einem kühlen Lion zu nippen und die Köstlichkeiten des Landes zu probieren.

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Lotus Turm. Er ist 26 Meter höher als der Eiffelturm in Paris und 17,4 Meter höher als der Tokyo Tower. In seinen Wurzel befinden sich ein Technikmuseum, Konferenz- und Ausstellungsräume. Im Dritten Stockwerk sind Supermärkte, Shops und Restaurants. Der Lotus Turm befindet sich neben anderen Hochhäuser an der modernen Galle Road.

Für Kulturinteressierte, die das koloniale Colombo suchen, dürften in dem vornehmen Viertel Cinnamon Gardens fündig werden. Diese grünen Lunge Colombos ist ein beliebtes Wohnviertel für betuchte Sri Lanker sowie die Botschaften. Rund um den Viharamahadevi Park, ehemaliger Viktoria Park, finden sich viele nostalgische Gebäude, die entdeckt werden wollen.

Gassen voller Menschen, geruchsintensiv und laut geht es auf den Straßen von Pettah zu. In diesem multi-ethnischen Viertel wird am Pettah Markt gefeilscht, authentisches Street Food verkostet und ist der perfekte Ort, um in den Straßen herum zu streifen.
Insgesamt besteht Colombo aus fünfzehn Vierteln – da ist für jeden Geschmack etwas passendes dabei.

Legenden nach hat Buddha selbst vor 2.500 Jahren seinen Fuß an das Ufer des Kelani Fluss gesetzt. Doch gab es dort nur Sumpf und Krokodile. Ab dem 10. Jahrhundert ließen sich die ersten muslimischen Kaufleute nieder und schnell wuchs Colombo, damals noch Kalanbu, zu einem wichtigen Warenumschlagplatz.

Durch Kriege zerfiel das Land in verschiedene Königreiche und es etablierte sich Ende des 14. Jahrhundert das Königreich Kotte. Dort regierte König Parakramabahu VI bis die Portugiesen 1505 auftauchten und die Herrschaft an sich rissen. Sie nannten es Kolamba, was aus Sinhala Hafen bedeutet, errichteten ein Fort und betrieben lukrativen Handel mit Zimt und Edelsteinen. Nach einer siebenmonatigen Belagerung durch die Holländer mussten die Portugiesen ihre Macht am 12. Mai 1656 jedoch wieder abgeben. 1796 eroberten die Briten das Land, machte es zu seiner Kronkolonie und Colombo zur Hauptstadt. Auch nach der Unabhängigkeit Sri Lankas 1948 bliebt Colombo weiterhin die Hauptstadt und wurde Regierungssitz.

Der „schwarze Juli“ 1983 hatte fatale Folgen für die Hauptstadt. Der ethnische Konflikt zwischen der singhalesischen Mehrheit und der tamilischen Minderheit war wiederholt, jedoch mit ungeahnten Auswirkungen, eskaliert. Seit Kriegsende 2009 herrscht in Colombo wieder Ausbruchsstimmung, was sich vor allem in der Architektur der Stadt bemerkbar macht.

Du möchtest diese Stadt näher kennen lernen? In Wattala, einem Vorort von Colombo und 45 Minuten Fahrt entfernt, bietet sich die Chance im Krankenhaus von Colombo dein Fachwissen in einem Praktikum zu erweitern.
Falls du neu in die Branche einsteigen möchtest kannst du medizinische Observierungspraktika in verschiedenen Einrichtungen machen um zu sehen, ob ein Beruf in einem medizinischen Bereich etwas für dich ist.

Wenn aber nur auf einen kurzen Abstecher vorbei schauen möchtest, sieh dir doch unsere Abenteuerreise an. Hier verbringst du die erste Nacht nach deiner Ankunft im Vorort von Colombo und hast Zeit für eine Stadttour.

Badulla ist die Hauptstadt der Provinz Uva und liegt im Herzen des saftig grünen Hochlandes von Sri Lanka. Es ist ein wichtiges Landwirtschaftszentrum und Verkehrsknotenpunkt. Hier endet die „Main Linie“ der Sri Lanka Railway und ist andererseits das Tor zur Ostküste.

Die Gemeinde zählt 50.000 Einwohner und ist eine der ältesten Städte auf Sri Lanka. Badulla kann daher auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Briten bauten die Stadt später zu einem Teezentrum aus und ließen Kirchen, Pferderennbahnen und Landhäuser errichten.

Die Stadt selbst versprüht zwar keinen kolonialistischen Charme, wie manch andere Orte auf Sri Lanka, doch kann die Schönheit der Landschaft klar überzeugen. 4 Kilometer nördlich stürzt der Dunhinda Wasserfall 60 Meter in die Tiefe. Am Fuße kann man kühle Getränke kaufen und das Naturschauspiel beobachten. Am Wochenende geht es quirliger zu, da der Wasserfall vielen Einheimische als Ausflugsziel dient.

Als weitere Ausflugsziel bietet sich Buduruwagala an. Zu diesen imposanten, in Fels geschlagenen Buddha-Statuen gelangt man durch eine Park ähnliche Anlage mit archäologischen Ausgrabungen. Der Weg von Badulla aus führt vorbei an saftig grünen Reisfelder und kleinen ursprünglichen Dörfern.

Badulla läd ein, zu einer Zeit mitten im Grünen. Willst du auf deiner Reise anderen helfen, dann sieh dir doch unsere Volunteer Projekte in Badulla an. Hier kannst du in die Kultur eintauchen, indem du nicht nur mit den Menschen vor Ort lebst, sondern dich auch in den örtlichen Einrichtungen engagierst. In Badulla gibt es einen Kindergarten, eine Schule für taube und blinde Kinder, eine Schule für Kinder mit Beeinträchtigung und ein Altersheim, die sich freuen, wenn sich einer ihrer annimmt und einen neuen Input mitbringen.

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. In den meisten Hotels, Lodges oder Guesthouses sind Steckdosen vorhanden, allerdings wirst du auf jeden Fall einen
Stecker-Adapter benötigt, um die dreipoligen Steckdosen benutzen zu können. Ansonsten kannst du deine Elektrogeräte wie gewohnt benutzen, da die Netzspannung (230V) mit der Österreichs, Deutschlands und der Schweiz identisch ist.

Mit Spannungsschwankungen und Stromausfällen muss gerechnet werden, besonders während der Monsunzeit. Du solltest daher bedenken, dass deine Akkus nicht immer aufgeladen werden können.

Die indische Gesundheitsversorgung ist absolut nicht mit europäischen Standards zu vergleichen. Nirgendwo sonst ist das Gesundheitssystem so stark privatisiert, wie in Indien. Jährlich rutschen zwei bis drei Prozent der Inder unter die Armutsgrenze, weil die privaten Behandlungskosten so hoch sind. Daran ist vor allem der schlechte Zustand der staatlichen Gesundheitsversorgung schuld. Personalmangel, schlechte Infrastruktur und ungenauer Service stehen an der Tagesordnung. 

Durch den richtigen Impfschutz und Vorsicht beim Essen und Trinken verringert sich das Risiko einer Erkrankung enorm! Eine leichte Durchfallerkrankung ist manchmal aber nicht zu vermeiden: Der Körper reagiert anfangs auf das fremde Essen und Klima.

Um auch vor Mückenstichen und damit auch vor Krankheiten, die diese Tiere übertragen, sicher zu bleiben, solltest du, vor allem in tropischen Gebieten, immer ein Insekten- oder Mückenschutzmittel auftragen und lange Kleidung anziehen.

Außerdem: Wenn du an Atemwegserkrankungen leidest und Neu-Delhi, die Hauptstadt Indiens, besuchen möchtest, empfehlen wir dir, vorher mit deinem Arzt darüber zu sprechen, da die Stadt die weltweit höchste Feinstaubbelastung aufweist.

Für die Einreise nach Indien sind keine Impfungen zwingend erforderlich. Es werden allerdings Impfungen gegen folgende Krankheiten von Tropenmedizinern empfohlen:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Polio
  • Hepatitis A,B,C
  • Pneumokokken
  • Typhus
  • Tollwut
  • Japanische Enzephalitis

Kläre also rechtzeitig mit dem tropenmedizinischen Institut oder deinem Arzt ab, welche Impfungen für dich notwendig sind!

Für die Einreise nach Indien brauchst du ein Visum (Touristenvisum beantragen!).

Das Touristenvisum selbst ist unkompliziert und kann online beantragt werden (E-Visa). Es wird dir innerhalb von 72 Stunden zugeschickt, du musst deinen Reisepass nicht einschicken und es ist günstiger, als ein herkömmliches Visum. Ab Ausstellungsdatum ist das E-Visa max. 120 Tage gültig, gilt für 2 Einreisen und kann max. 2x in einem Kalenderjahr beantragt werden. 

Für einen Antrag werden folgende Unterlagen von dir benötigt:
– Passkopie
– ein farbiges Passfoto (5x5cm; muss sehr hohe Auflösung aufweisen)
ausgefülltes Visa-Formular
– Flugreservation (falls vorhanden)

Gebühren
Standard (3-4 Tage): 120 Euro
Express (1-2 Tage): 150 Euro

  • „Shantaram“ von Gregory David Roberts (Goldmann): 12,99 Euro
  • „Fettnäpfchenführer Indien“ von Karin Kaiser (CONBOOK): 10,95 Euro
  • „Die Bibel der indischen Küche“ von Phaidon (Edel Books): 39,95 Euro
  • Frauen in Indien: Leben zwischen Unterdrückung und Widerstand“ von Katharina Kakar (C.H.Beck): 14,95 Euro

Das Wasser aus der Leitung sollte man nicht trinken. Beim Kauf von Wasserflaschen immer darauf achten, dass diese Originalverpackt sind. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, solltest du auf Eiswürfel in deinen Fruchtshakes besser verzichten, da es vorkommen kann, dass für diese Leitungswasser benutzt wird. Auch zum  Zähneputzen lieber auf das Wasser in der Flasche zurückgreifen.

Gefrühstückt wird in Indien eher herzhaft. Sehr beliebt ist Poha, ein Gericht aus Reis (der meist zerdrückt wird), Kartoffeln, Zwiebel und verschiedenen Gewürzen. Mit den Gewürzen kannst du immer wieder variieren oder auch Gemüse dazu geben, so bekommst du immer wieder einen anderen Geschmack.
Mittlerweile international bekannt ist Paratha, ein Fladenbrot, das traditionel mit Ghee (Speisefett) zubereitet wird. Gefüllt werden sie süß, mit Fleisch oder auch einfach pur genossen.

Bei all der Vielfalt ist es oft nicht leicht, sich für etwas zu entscheiden. Mittags eignet sich deshalb Thali wunderbar, um sich mal durch einige Speisen durchzuprobieren. Serviert werden dir mehrere Schälchen mit Curries, Reis und Chapati (Fladenbrot).
Unbedingt probieren solltest du auch Chana Masala, gewürzte Kichererbsen mit frittiertem Brot. Für ein Dessert ist eigentlich auch immer noch Platz und bei dieser Gelegenheit darfst du dir Idly und Vada nicht entgehen lassen. Wer sagt schon nein zu Reiskuchen und frittierten Donuts!

Wenn es mal etwas Leichteres sein soll, dann eignen sich die vielen frischen, exotischen Früchte hervorragend. Indische Aams (Mangos) und Angur (Weintrauben) sind nicht zu vergleichen mit unserer europäischen Supermarktware. 

Neben zahlreichen Fruchtsäften wird in Indien gerne Kokoswasser und Chai (gesüßter Milchtee) getrunken. Während deiner Reise solltest du aber auch unbedingt Lassi (Jogurtdrink) und Arrak (Destillat aus Reis oder Palmsaft) probieren!

 

Indien ist für Reisende in den letzten Jahren teurer geworden, aber im Vergleich mit anderen Ländern immer noch günstig. Wer in einheimischen Restaurants lokale Speisen zu sich nimmt und in einfachen Unterkünften lebt, kann mit 20 Euro am Tag auskommen, nach oben gibt es natürlich keine Grenzen. Wenn du in einer Gastfamilie lebst und auch meistens zuhause isst, dann ersparst du dir natürlich noch einiges.

Preise aus dem Alltag:

  • Essen in einfachem Restaurant: 3,75€
  • 1 Liter Michl: 0,60€
  • Eine Busfahrt: 1€ (oft auch weniger)
  • 1kg Reis: 0,75€
  • Rikschas: 1,82€
  • 1,5 Liter Wasserflasche: 0,35€
  • 1kg Kartoffeln: 0,25€
  • 1 Flasche lokales Bier (0,5 l): 1,20€
  • Zigaretten (Marlboro): 3,06€

Bei Freiwilligenaufenthalten mit Karmalaya ist natürlich „all inclusive“ (Unterkunft und Verpflegung), das heißt: wer sich auf sein Engagement im Projekt konzentriert (also nicht Party macht oder zahlreiche Ausflüge extra bucht), mit lokalen Bussen fährt und immer bei der Gastfamilie isst, wird kein Geld bzw. nur ein minimales Taschengeld benötigen. Wer gerne auch im Touristenzentrum Thamel in Restaurants isst oder in Bars Cocktails trinkt und oft mit dem Taxi fährt, wird mit 5-15 Euro pro Tag extra rechnen können.

Du fragst dich bestimmt, wann du denn am besten deine Indienreise antreten solltest. Ganz allgemein eignet sich die Zeit von Oktober bis März besonders für eine Reise, da die Temperaturen und Witterungen dann meist am angenehmsten sind. Da Indien aber so groß ist, varriert die optimale Reisezeit von Region zu Region. Indiens Norden und das Zentrum liegen in den Subtropen, wobei hier ein kontinentales Klima vorherrscht. Der Süden zeichnet sich durch sein maritim-tropisches Klima aus.

Für eine Reise in den Süden Indiens eignen sich die europäischen Wintermonate Dezember bis Februar. Zu dieser Zeit ist mit warmen Temperaturen und wenig Niederschlag zu rechnen.
Wenn es dich in den Norden oder an die Westküste verschlägt, dann bist du mit der allgemeinen Reisezeitempfehlung, Oktober bis März, gut beraten.
Dich zieht es in die Berge? Großartig, das Himalaya Gebirge bereist du am besten von Juli bis Oktober. Während der übrigen Monate kann es hier zu nämlich zu starken Schneefällen kommen.

Eine weitere besondere Klimazone ist Rajasthan. Die Region zählt zu den heißesten Orten der Welt, aufgrund ihres wüstenähnlichen Klimas. Von Mai bis Juli solltest du dich diesem Gebiet möglichst fernhalten, dann erreichen die Temperaturen Spitzenwerte von 50 Grad Celsius! Der Monsun, der in den Sommermonaten eintrifft, bringt zwar Regen, jedoch kaum Abkühlung. Durch die Regenfälle wird es zusätzlich zu den heißen Temperaturen dann nämlich auch noch schwül. Auch der Winter ist mit unserem gewohnten Winter nicht zu vergleichen, da die Temperaturen in Rajasthan selten unter 30 Grad Celsius sinken.

 

Indien, der siebtgrößte Staat (3.287.469km²) der Erde, liegt in Südasien und grenzt im Nordwesten an Pakistan, im Südwesten an Tibet und im Westen an Nepal, Bhutan, Myanmar und Bangladesch. Direkt vor Indiens Küste liegen, vollkommen unabhängig, die Insel Sri Lanka und die Malediven.

Außerdem kann Indien in drei verschiedene Naturräume eingeteilt werden:
Himalaya-Gebirge
Das weltweit höchste Gebirge befindet sich im Norden und Nordosten Indiens und bildet dort eine natürliche Grenze des indischen Staatsgebiets. Zudem ist es auch schon sehr alt. Seine Geschichte begann vor ca. 60 Millionen Jahren, als Südindien mit dem eurasischen Kontinent zusammenstieß.
Das Tiefland des Ganges und Brahmaputra
Wie der Name schon sagt, befindet sich dieses Gebiet im Tiefland der Flüsse Ganges und Brahmaputra, südlich des Himalayas. Für Hinduisten ist der Ganges, übrigens der längste Fluss Indiens, heilig. Die Wüste Thar, der trockenste Fleck Indiens, befindet sich westlich des Tieflandes.
Hochland von Dekkan
1000 Meter über dem Meeresspiegel bedeckt das Hochland von Dekkan, der größte Naturraum Indiens, die Küstenregion und den südlichen Teil des Landes.

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Adresse: Neu-Delhi
EP – 13, Chandragupta Marg
Chanakyapuri
New Delhi – 110 021

Parteienverkehr (Mo-Fr): 9:00-12:00 Uhr
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Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

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Straßenanschrift: No. 6/50G, Shanti Path, Chanakyapuri, New Delhi 110021

Öffnungszeiten:
Montag-Donnerstag: 8:00-17:00 Uhr
Freitag: 8:00-14:00 Uhr
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