Herausforderungen

Die Lage der Philippinen im westlichen Pazifischen Ozean birgt neben all der Schönheit leider auch ihre Schattenseiten. Diese Region gilt als Risikogebiet für Erdbeben und tropische Wirbelstürme. Taifune, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen sorgen jährlich für Verwüstungen. Deshalb ist es umso trauriger, dass die Insel seit über 10 Jahren unter der Abholzung der Mangroven leidet. Sie dienen als natürliche Schutzvorrichtung vor Fluten und Stürmen, verhindern Stranderosionen und beherbergen ein einzigartiges Ökosystem. Meeres- und Küstenlebewesen finden hier ein Zuhause, weshalb das Verschwinden dieser Baumart drastische Folgen für die gesamte Umwelt der Insel hat.

Unser Programm

Gutes gibt es auch im Paradies zu tun. Damit die philippinischen Inseln weiterhin die Traumdestination mit einer atemberaubenden Artenvielfalt und einer bilderbuchhaften Natur bleiben können, muss dem Ökosystem auf die Sprünge geholfen werden. Unser Fokus liegt daher auf Naturschutzprojekten, die die Erhaltung und den Wiederaufbau der unabdingbaren Mangrovengebiete fördern. Bäume pflanzen, Aufklärungsarbeit leisten und eine Menge Spaß abseits der Touristenpfade haben, so lernst du mit Karmalaya die Philippinen kennen. Sinnvolle Aktivitäten, die dich mit der lokalen Bevölkerung, der facettenreichen Insel und dir selbst in Verbindung bringen, erwarten dich auf deiner Reise. Wir glauben daran, dass unsere Freiwilligen langfristig und nachhaltig Veränderungen bewirken können. Währenddessen bleibt auch noch genügend Zeit für das ein oder andere Inselabenteuer 😉

zu den Projekten

Projekte

WIE KOMMST DU ZU DEINEM wunschprojekt?

  • Du suchst dir hier auf unserer Website dein Wunschprojekt aus & gibst uns deine gewünschte Einsatzdauer bekannt. Du hast 2 Möglichkeiten: 1. du kannst dich ganz unverbindlich für das Projekt bewerben. Oder 2. du kannst dich bewerben UND gleichzeitig verbindlich anmelden – in einem Schritt.
  • Im Bewerbungs-/Anmeldeformular gibst du deine Reisedaten ein und erzählst uns mehr über dich und deine Motivation an dem ausgewählten Projekt teilzunehmen (=Bewerbung).
  • Nach Erhalt deiner Bewerbung/Anmeldung prüfen wir deine Angaben sorgfältig und besprechen sie mit unseren lokalen Teams.
  • Wenn deine Kompetenzen und dein Wunschzeitraum mit dem Projekt und dem Bedarf vor Ort stimmig sind, bekommst du von uns innerhalb von 5-7 Werktagen deine finale Bestätigung inklusive Rechnung (wenn du dich gleich verbindlich angemeldet hast) oder eine fixe Projektzusage (wenn du dich unverbindlich beworben hast). Wichtig: Solltest du für das gewünschte Projekt noch nicht alle notwendigen Qualifikationen einbringen, erhältst du von uns einen alternativen Einsatzvorschlag. Erst wenn das Projekt auch für dich stimmig ist, erhältst du deine offizielle Bestätigung mit Rechnung.
  • In einem persönlichen Gespräch klären wir mit dir alle weiteren Fragen. Im Anschluss kannst du das Projekt verbindlich buchen (sofern du das nicht schon gemacht hast)
  • Du buchst deinen Flug
  • Ein Karmalaya-Mitarbeiter nimmt dich am Flughafen in Empfang.  Dein Einsatz beginnt!

Weitere Infos zu den Philippinen

  • Fläche: 343.448 km²
  • Hauptstadt: Manila
  • Bevölkerung: 106.512.000 Einwohner (2018)
  • Ethnien: Igorot, Negritos, Acetas, Mangyan, Moros, u.v.m.
  • Staatsform: Republik
  • Regierungsform: präsidentielle Demokratie
  • Staatsoberhaupt: Präsident Rodrigo Duterte
  • Durchschnittsalter: 22,7 Jahre
  • Religion: 90% Christen, 5% Muslime, 5% andere
  • Lebenserwartung: 69,09 Jahre
  • Nationalsprache: Filipino, Englisch
  • Höhenausdehnung: Höchster Punkt: Apo (Berg; 2954m); tiefster Punkt: Philippinensee (0m)
  • Währung: Philippinischer Peso (PHP)
  • Jährliches Pro-Kopf-Einkommen: 3.243€
  • Vorwahl: +63
  • Zeitzone: UTC+8

Auf den Philippinen gibt man sich zwar auch die Hand, allerdings ist der Händedruck wesentlich leichter als bei uns. Die meisten Einwohner verstehen Englisch, aber es kommt natürlich immer gut an, wenn du bereits ein paar Basics Filipino beherrscht. Mit einem freundlichen „Hello, kumusta ka?”, fragst du wie es jemandem geht. Ist dein Gegenüber älter oder sozial höher gestellt als du, hänge an jedes Satzende ein „po” anhängen. „Salamt po” bedeutet soviel wie „Ich danke Ihnen.”

Filipino sind sehr gastfreundlich und legen großen Wert auf ihre Religion und ihre Traditionen. Sie freuen sich über Besucher, die diese Lebensweise berücksichtigen und respektvoll behandeln. Wenn man zu jemandem nach Hause eingeladen wird, sind kleine Gastgeschenke üblich. Bring etwas aus der Gegend mit, die du gerade bereist hast oder etwas aus deiner Heimat, gerne auch etwas, dass es nur in deiner Region gibt.

Bilder von deiner Familie und deiner heimischen Umgebung werden ebenfalls gut ankommen. Wichtig ist aber vor allem: Nicht der Wert, sondern die Geste zählt!

220 Volt, 60 Hertz. Du brauchst auf jeden Fall einen Steckdosen-Adapter, da du auf der Insel häufig nur Typ A-Steckdosen vorfinden wirst. Die Netzspannung ist fast identisch mit der in deiner Heimat (230V), darum brauchst du dir also keine Gedanken machen. Deine Geräte sollten funktionieren. Problematischer ist da schon eher die höhere Frequenz (bei uns meist 50V), da diese in manchen Geräten die elektrische Uhr steuert (z.B. Radiowecker). Laptops, Handys, Ladekabel, etc. sind aber meist sehr tolerant. Lies dir vorher gut die angegeben Toleranzbereiche auf deinen elektrischen Geräten durch, bevor du sie einfach in die Steckdose steckst.

  • „Die Philippinen: Einblicke in Natur, Kultur, Geschichte und Gesellschaft” von Wolfgang Bethge (Shaker Media): 27,00 Euro
  • „Sarap sarap: Kochen auf philippinisch” von Saskia Zimmermann (tredition): 19,99 Euro
  • „I love Philippinen” von S .L. Giger (Independently published): 12,99 Euro
  • „Die Philippinen: Geschichte eines verloren gegangenen Paradieses” von Heinz J. Aubeck (BoD – Books on Demand): 86,00 Euro

Die philippinische Regionalküche steht unter dem Einfluss von Nationen aus aller Welt. Darunter finden sich spanisch-mexikanisch, chinesisch, indisch, japanische und amerikanische Nuancen. Nichtsdestotrotz ist das Grundnahrungsmittel typisch asiatisch: Reis. Philippinische Küche ohne Reis – unvorstellbar. Serviert wird dieser meist mit Fisch oder Meeresfrüchten und Gemüse. Gerichte sind hier allerdings nicht so scharf gewürzt, wie in anderen asiatischen Ländern. Oh, und wunder dich nicht, wenn du zum Essen kein Messer bekommst. Aufgrund der spanischen und amerikanischen Einflüsse verwendet man zwar Essbesteck, jedoch nur Löffel und Gabel.

In den Tag wir natürlich mit Reis gestartet. „Tocino” ist ein typisch philippinisches Frühstück, dass in unseren westlichen Augen eher nach einem Mittagessen aussieht. Es besteht aus gebratenem Fleisch, Reis und Spiegelei. Schon eher nach einer morgendlichen Speise sehen die „Pan de Sal” aus. Sie erinnern etwas an Rosinenbrötchen ohne Rosinen. Porridge gibt’s auch, allerdings aus Reis. „Arroz Caldo” nennt sich diese und ist nicht süß, sondern stark mit Ingwer gewürzt. Dazu werden Hähnchen, Knoblauch und hartgekochte Eier serviert.

Wenn du authentische philippinische Küche schmecken willst, gehst du am besten in ein Tura-Tura Straßenrestaurant. Dort findest du fertig zubereitete Gerichte in Töpfen vor, kannst dir alle ansehen und dann entscheiden was du möchtest. Eine Gelegenheit um sehr gut und günstig zu essen. Du findest hier bestimmt „Adobo”, eine der berühmtesten philippinischen Speisen. Hähnchen- oder Schweinefleisch wird in Sojasoße, Essig, Pfeffer, angebratenen Zwiebeln und Knoblauch gekocht. Nichts für schwache Nerven (oder Gaumen) ist „Balut”, ein angebrütetes Entenei. Es wird direkt aus der Schale gegessen, wahlweise mit Chili, Knoblauch oder Kokoswasser.

Auch Süßspeisenliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Die Zubereitung von „Puto” beginnt in einer Schüssel Reismehl, Backpulver und Zucker. Anschließend wird Wasser hinzugefügt und unter Damp einige Minuten angeschwitzt. Am besten schmeckt’s mit Butter und Kokosraspeln. Als süße Erfrischung eignet sich „Halo-Halo” perfekt. Eine Mischung aus Jackfrucht, Saba Banane, roten Bohnen, Kaong und Kichererbsen, die auf Macapuno, Pinipig, weißer Zucker, Kondensmilch und gestoßenem Eis trifft. Obendrauf findest du eine leckere Eiscreme, Leche Flan und Ube.

Zu den Mahlzeiten wird hauptsächlich Wasser getrunken. Kaffee füllt selten die Tassen. Spezialitäten gibt es aber natürlich auch hier. „Tuba” wird aus dem Saft der vergorenen Kokospflanze hergestellt. „Basi und Lambanog” eignen sich für Schnapsliebhaber und der beliebte philippinische Rum wird selbstverständlich aus Zuckerrohr gewonnen.

Wie auch bei dir zuhause lebt es sich in den philippinischen Städten meist teurer, als in den Provinzen. Da unsere Projekte jedoch meist in kleinen Dörfern angesiedelt sind, sollte das kein Problem sein.

Preise aus dem Alltag:

  • Essen in einfachem Restaurant: 2,64€
  • Eine Busfahrt: 0,18€
  • Taxifahrt/km: 0,24€
  • 1,5 Liter Trinkwasserflaschen: 0,65€
  • Kinoticket: 4,39€
  • Lokales Bier (0,5l): 0,79€
  • Reis (1kg): 0,87€
  • Tomaten (1kg): 1€
  • Rindfleisch (1kg): 5,06€
  • Zigaretten (Marlboro): 1,58€

Bei Freiwilligenaufenthalten mit Karmalaya ist natürlich „all inclusive“ (Unterkunft und Verpflegung), das heißt: wer sich auf sein Engagement im Projekt konzentriert (also nicht Party macht oder zahlreiche Ausflüge extra bucht), mit lokalen Bussen fährt und immer bei der Gastfamilie isst, wird nur ein minimales Taschengeld benötigen. Wer gerne auch im Touristenzentrum in Restaurants isst oder in Bars Cocktails trinkt und oft mit dem Taxi fährt, wird mit 5-15 Euro pro Tag extra rechnen können.

Trinkwasser
Wasser hat auf den Philippinen oftmals keine Trinkwasserqualität. In großen Städten wird es zwar gechlort, ob man sich darauf immer verlassen kann ist aber fraglich. Um unnötige Krankheiten zu vermeiden, solltest du auf jeden Fall kein Wasser aus der Wasserleitung trinken und Getränke nur dann konsumieren, wenn sie sich noch in einer versiegelten Flasche befinden. Achte auch beim Zähneputzen darauf!

Durch den richtigen Impfschutz und Vorsicht beim Essen und Trinken verringert sich das Risiko einer Erkrankung enorm! Eine leichte Durchfallerkrankung ist manchmal aber nicht zu vermeiden: Der Körper reagiert anfangs auf das fremde Essen und Klima.

Für die Einreise auf die Philippinen sind keine Impfungen zwingend erforderlich. Das Auswärtige Amt empfiehlt allerdings einen Impfschutz gegen:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Polio
  • Hepatitis A
  • bei besonderer Exposition auch Hepatitis B
  • Typhus
  • Japanische Enzephalitis

Kläre also rechtzeitig mit dem tropenmedizinischen Institut oder deinem Arzt ab, welche Impfungen für dich notwendig sind!

Um auch vor Mückenstichen und damit auch vor Krankheiten, die diese Tiere übertragen, sicher zu bleiben, solltest du, vor allem in tropischen Gebieten, immer ein Insekten- oder Mückenschutzmittel auftragen und lange Kleidung anziehen. Und vor allem: Sonnenschutz nicht vergessen!

Für deine Reise auf die Philippinen brauchst du einen Reisepass, der bei Ausreise noch mindestens sechs Monate gültig ist. Wenn du nicht länger als 30 Tage bleiben möchtest, bekommst du bei deiner Einreise (gegen Vorlage eines gültigen Rück- bzw. Weiterflugtickets) ein gebührenfreies Visa on Arrvial. Falls deine Reise länger dauern sollte, musst du ein Visum bei der philippinischen Behörde anfordern. Dafür benötigst du:

  • Original Reisepass
  • Ausgefülltes Antragsformular + Passfoto
  • Kopie der Reisedaten bzw. des Flugtickets (das Visum kann nur ausgestellt werden falls ein Ein-und Ausreise Termin bereits feststeht!)
  • €27,00 in bar bzw. einen Überweisungsbeleg (falls der Antrag per Post gestellt wird)
  • Ein mit €3,95 frankierter Rückumschlag

Mit diesem Visum darfst du 59 Tage auf der Insel bleiben.

Zum Inselstaat Philippinen gehören 7.641 Inseln im westlichen Pazifik. Das ganze Jahr über klettern die Temperaturen auf dem Thermometer ziemlich hoch, durchschnittlich hat es 26-27 Grad. Somit herrscht an 365 Tagen tropisches Klima. Jahreszeiten wie wir sie kennen gibt es nicht. Stattdessen wird in Trockenzeit, Regenzeit und „hot-season”, wie die Einheimischen sie nennen, unterschieden. Von Mitte Jänner bis März durchlebt die Insel ihre Trockenzeit. Danach setzt die hot-season bis Mai ein. Temperaturen von bis zu 40 Grad sind dann keine Seltenheit. Anschließend setzt die Regenzeit von Juni bis November ein. Besonders in diesen Monaten ist die Gefahr von Taifunen überrascht zu werden groß. Tropische Wirbelstürme können die Philippinen jedoch das ganze Jahr über treffen.

Am besten für deine Reise sind die Monate Jänner bis März geeignet. Während der Trockenzeit ist es noch nicht so heiß und auf die Gefahr von Wirbelstürmen und Taifunen ist geringer. Falls dir sehr hohe Temperaturen nichts ausmachen sind April und Mai, die hot-season, auch noch gut geeignet.

Die Philippinen sind viel mehr als nur eine Insel. Genauer gesagt sind es 7.641 Inseln im westlichen Pazifik, deren Gesamtfläche ca. 300.000km² einnimmt. Rund 800km von der Südostasiatischen Halbinsel entfernt, südlich von Taiwan und nördlich der Insel Borneo, befindet sich der traumhafte Inselstaat. Besonders interessant ist, dass die Inseln allesamt vulkanischen Ursprungs und die bedeutendsten Berge, wie der Berg Mayon, Pulag oder Apo, vulkanische Erhebungen sind. Insgesamt beherbergen die Philippinen 53 aktive Vulkane und befinden sich zudem in einem Teil des Pazifiks, der für sein erhöhtes Erdbebenrisiko bekannt ist.

Nicht nur viele Inseln machen die Philippinen aus, auch 421 Flüsse schlängeln sich durch das Gebiet. Dabei erstreckt sich der längste Fluss, der Cagayan-Fluss, über 505km. Viele Nationalparks, abenteuerliche Buchten und eine vielfältige Natur machen die Philippinen so einzigartig.

Österreichische Botschaft in Manila
Adresse: 8th floor, One Orion Building, 11th Avenue corner 38th Street, Bonifacio Global City, Taguig
Telefon: (+63/2) 88179191
Fax: (+63/2) 88134238

Deutsche Botschaft in Manila
Adresse: 25/F Tower 2, RCBC Plaza, 6819 Ayala Ave (cor. Sen. Gil Puyat Ave.), 1200 Makati City, Metro Manila, Philippines
Telefon: +63-2 8702 3000
Fax: +63-2 8702 3015

Schweizer Botschaft in Manila
Adresse: 24/F BDO Equitable Tower, 8751 Paseo de Roxas, 1226 Makati, Metro Manila
Telefon: +63 2 8845 45 45
E-Mail: manila@eda.admin.ch

 

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